Die  Rallye Württemberg startet jedes Jahr an einem anderen Ort. War sie im vergangenen Jahr in Isny im Allgäu zu Gast, so hatte sich der Veranstalter (ADAC Württemberg, Stuttgart) heuer das historische Bad Mergentheim ausgesucht. Mitten im Hohenloher Land welches reichlich mit Burgen und Schlössern bestückt ist.

So begann sie auch gleich, stilecht, mit der technischen Abnahme im inneren Schlosshof des Deutschorden-Schlosses Bad Mergentheim. 


Der anschliessende Start auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in der verwinkelten Altstadt passte war zwar auch zu einer Oldtimer Rallye, führte aber zu einem Verkehrskollaps.

Diese mittelalterlichen Städtchen an der „romantischen Strasse“ sind nun mal nicht für so viele Autos geplant und gebaut worden.74 Teilnehmer der sportlichen Variante begaben sich an diesem Freitag den 13.ten auf  den Prolog zur 13. Württemberg. Nach 8 Lichtschranken-Sollzeitprüfungen stand die Startreihenfolge für den nächsten Tag fest, und es gab anschließend erst mal wieder Kultur.


Mit Bussen ging es zum Schloss Weikersheim. Sektempfang, Schlossbesichtigung, Vesperplatte und Weinprobe in unendlichen Gewölbekellern rundeten den Tag ab.

Samstagmorgen stießen dann die 30 Teams der Touristischen Wertung dazu.

Diese 250 Km lange 1.Etappe führte über traumhafte Sträßchen durch liebliche Gegend zur ersten Pause in der Götzenburg, ja, richtig, die Burg des Ritters mit der „eisernen Hand“ Götz von Berlichingen, den wir so gerne zitieren. Weiter über Rot am See (Mittagspause), Creglingen (Kaffeepause), durchs Tauber- und Jagsttal, Bergauf- und ab, an ungezählten Burgen und Schlössern vorbei und über 43 Lichtschranken zum Ziel. In der Wandelhalle des wunderschönen Kurparks wurde dann zum Fahrerabend geladen (die meisten haben ihre Beifahrer trotzdem mitgenommen). Sekt, Büfett und Prämierung der Gewinner des Concours d`Elegance prägten diesen Abend.


Der Sonntag bot dann die letzte Gelegenheit noch mal Plätze gut zu machen.

Durch den äußersten Norden Württembergs, immer hart an der Grenze zu Bayern, ging es bis nach Wertheim, zur Pause auf dem Motorschiff „Mozart“, genau an der Stelle wo die Tauber in den Main mündet. Ein Paar Lichtschranken später nochmals Pause in der Weingärtnerei Markelsheim, die gleichzeitig den „Tag der offenen Kellertür“ feierten. 


Zum Ziel war es dann nicht mehr weit. Und dort wartete eine Überraschung auf uns.

Wiederum vor dem Rathaus, vor großer Zuschauerkulisse bekamen wir schon beim Zieleinlauf die Pokale für unseren Klassensieg überreicht.

In der Gruppe (Sanduhr) war es der 9. Platz von 46, und im Gesamt der 20. Platz.

Ein toller Erfolg für uns. Und ein besonderer Dank gilt unserem Auto, das erst nach dem Ziel die Fahrertürscheibe von sich geworfen hat.


Nun haben wir 500 Km für uns unbekanntes Deutschland erkundet, fast eine Schloss(er)-Lehre gemacht und sind mal gespannt wo nächstes Jahr gestartet wird.


Dieter Grunenberg & Inge Göbbels

13. Internationale ADAC Rallye Württemberg Historic

13.-15.05.2011